Widerstandsthermometer Pt1000

Das Widerstandsthermometer hat als Temperaturfühler einen Chip, dessen Widerstand sich nach einer reproduzierbaren Grundwertreihe mit der Temperatur ändert. Die Widerstandsänderungen werden als Stromänderungen übertragen. Die Messwiderstände sind bei 0 °C auf 1000  beim Pt1000 abgeglichen und entsprechen der Genauigkeitsklasse B (d. h. die Abhängigkeit des Widerstands von der Temperatur). Die Grenzabweichung beträgt ±0,3 °C, die zulässigen Abweichungen sind in DIN EN 60751 festgelegt.

Das Widerstandsthermometer Pt1000 wird zukünftig die heute verfügbaren KTY84-130 Temperatursensoren schrittweise substituieren.

Analog zur Funktionsweise des Pt100 wird beim Pt1000 genau wie bei den weiteren bisher vorgestellten Widerstandsthermometern, die Temperaturabhängigkeit des elektrischen Widerstands von Leitern zur Messung der Temperatur ausgenutzt.

Reine Metalle zeigen stärkere Widerstandsänderungen als Legierungen und haben einen relativ konstanten Temperaturkoeffizienten.

Bei Umrichtern von Siemens, welche die Motortemperatur nach oben beschriebenem Messprinzip ermitteln, lässt sich die gewünschte Temperatur für Warnung und Abschaltung einstellen.
Bei diesen Geräten erfolgt die Auswertung des Messsignals direkt im Umrichter. Bei Netzbetrieb kann das zur Schutzeinrichtung gehörige Temperaturüberwachungsrelais 3RS10 gesondert bestellt werden. Details hierzu siehe Katalog IC 10, Artikel-Nr.: E86060-K1010-A101-A7.

Anschluss-Schaltbild

Kennlinie

Schaltbild PT1000 

Kennlinie PT1000

 

 

Siehe auch "Motorschutz"